Trace Id is missing
14.1.2025

Effiziente Steuerung mit Microsoft Fabric optimiert die Wasserstoffproduktion bei OGE

Grüner Wasserstoff gilt als ein Schlüssel für eine effiziente Energiewende. In der Produktion dessen wird überschüssiger Windstrom verwendet. Dafür braucht es eine transparente digitale Abbildung der Prozessketten – bisher eine Herausforderung.

OGE nutzt daher, die Digitalisierungsplattform Microsoft Fabric, um die Wasserstoffproduktion als digitalen Zwilling darzustellen. Echtzeitdaten der Produktion werden analysiert, um datenbasierte Entscheidungen für den Betrieb zu treffen.

Die Plattform verknüpft die Echtzeit-Strompreise mit internen Daten und berechnet daraus den erwarteten Preis für 1 kg H₂. Dadurch kann der Produktionsplan optimiert werden. Somit sinken die Produktionskosten, um bis zu 50 %.

Open Grid Europe GmbH

Die Zukunft der Energieversorgung liegt in nachhaltigen Quellen. Auf der eigenen Verdichterstation Krummhörn leistet der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) dafür bereits Pionierarbeit und zeigt, wie überschüssiger Windstrom zur Herstellung von grünem Wasserstoff genutzt werden kann. Für eine effiziente Steuerung dieser Produktion braucht es transparente Prozesse. Hierzu setzt OGE auf eine Datenplattform basierend auf Microsoft Fabric, die sogar noch einen Schritt weitergeht: Sie optimiert die Wirtschaftlichkeit der Produktion mithilfe von Echtzeit-Daten.

Die Lösung auf Basis von Microsoft Fabric ermöglicht uns, Daten nicht nur konsolidiert auszuwerten, sondern auch datengetriebene Entscheidungen für den operativen Betrieb und dessen Steuerung zu treffen.

Ralf Werner, CIO, Open Grid Europe GmbH

Die Herausforderung: Isolierte Daten erschweren Vernetzung von Prozessen

Bis zum Jahr 2045 soll Deutschland klimaneutral sein – so das Ziel der Bundesregierung. Um dies zu erreichen, müssen nachhaltige, erneuerbare Energiequellen beispielsweise aus Wind, Sonne oder grünem Wasserstoff entwickelt und für Strom, Mobilität und in der Industrie verstärkt genutzt werden. Doch die Energieversorgung aus diesen erneuerbaren Quellen bringt auch Herausforderungen mit sich: „Grüne Stromerzeugung wird immer volatil bleiben“, erklärt Ralf Werner, CIO bei Open Grid Europe (OGE). „Wenn kein Wind weht, keine Sonne scheint und wir keinen Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen können, müssen wir auf Ersatzversorgungen zurückgreifen. Hier sehen wir das größte Potenzial bei H2, bei grünem Wasserstoff.“

Aus diesem Grund hat der Gasnetzbetreiber das Projekt KRUH2 auf der Verdichterstation Krummhörn ins Leben gerufen. Dort wird mit überschüssigem, regenerativ produziertem Strom aus On- und Offshore-Windenergieanlagen ein Elektrolyseur betrieben. Damit stellt OGE grünen Wasserstoff her, den sie wiederum als Energiequelle für den eigenen Standort verwendet.

Die große Schwierigkeit dabei: Die Prozessketten in der Wasserstoffproduktion ließen sich digital nicht durchgängig abbilden. Ralf Werner fügt hinzu: „Dies ist aber zwingend erforderlich. Nur wenn wir wissen, wie viel H2 gebraucht und abgenommen wird, produzieren wir die richtigen Mengen und können unsere Produktionsplanung auf die Bedarfe und Möglichkeiten der Zwischenspeicherung anpassen.“

Und dafür braucht es Daten, die mit der richtigen Technologie organisiert und letztlich analysiert werden müssen. Deshalb arbeitet OGE mit dem Start-up CibusCell zusammen, auf das sie über den Wasserstoff-Innovations-Hub H2UB aufmerksam geworden waren. Das gemeinsame Ziel: Die Prozesse der Wasserstoffproduktion in einer systemkritischen Umgebung, die besondere Anforderungen hat, End-to-End digital mit Microsoft Fabric abzubilden.

Die Lösung: Digitaler Zwilling ermöglicht eine optimale Wasserstoffproduktion

Um die gesamte Wasserstoffproduktion durchgehend abzubilden, kommt bei OGE heute eine Digitalisierungsplattform zum Einsatz: Dort werden die Echtzeit-Daten der Hardwarekomponenten gesammelt, ausgewertet und als digitaler Zwilling abgebildet. „Die Lösung auf Basis von Microsoft Fabric ermöglicht uns, Daten nicht nur konsolidiert auszuwerten, sondern auch datengetriebene Entscheidungen für den operativen Betrieb und dessen Steuerung zu treffen“, betont Ralf Werner.

Doch die Lösung kann noch mehr: Sie erweitert Daten zu den internen Herstellungskosten mit Echtzeit-Daten zum Strompreis, die der europäischen Energiebörse entstammen. Durch diese Integration kann wiederum der Preis für die Herstellung von einem Kilogramm H2 in Echtzeit errechnet werden, sodass die Plattform auf Basis dessen Vorschläge für die Optimierung des Produktionsplans machen kann. Das ermöglicht einen kostengünstigen Einkauf von Strom und senkt damit die Produktionskosten.

Um das Potenzial der Daten voll auszuschöpfen, wurden auch Microsoft Azure und Machine Learning in die Plattform integriert. Und das hat erhebliche Auswirkungen, wie Marcus Rübsam, Geschäftsführer von CibusCell Technology, erklärt: „Die Produktionskosten können um rund 50 Prozent reduziert werden, nur durch die wirtschaftliche Optimierung basierend auf Machine Learning.“

Die Produktionskosten können um rund 50 Prozent reduziert werden, nur durch die wirtschaftliche Optimierung basierend auf Machine Learning.

Marcus Rübsam, Geschäftsführer, CibusCell Technology GmbH

Ralf Werner ergänzt: „Microsoft ist für uns nicht nur Technologieanbieter, sondern hat uns auch bei der Abwicklung des Softwarebedarfs unterstützt. Durch ein privates Angebot via Azure Marketplace konnten wir CibusCell direkt beauftragen.“

Da OGE als reguliertes Unternehmen den eigens erzeugten Wasserstoff nicht kommerziell nutzen darf, wird er ausschließlich auf der Verdichterstation Krummhörn verwendet: an Wasserstofftankstellen für die firmeninterne Fahrzeugflotte sowie für die Wärme- und Energieversorgung des Standortes. „Mit KRUH2 haben wir dennoch echte Pionierarbeit geleistet. Das Projekt ist nicht nur ein Proof of Concept für grünen Wasserstoff als Energieträger der Zukunft, sondern auch dafür, wie Sektorenkopplung erfolgreich gelingen kann“, erklärt Ralf Werner. „Zusätzlich haben wir mit Entwicklung von KRUH2 wertvolles Wissen gesammelt, um Antworten auf zukünftige Fragestellungen parat zu haben. So können wir uns als Unternehmen am Aufbau eines deutschlandweiten Wasserstofftransportnetzes noch aktiver beteiligen und die Energiewende in Deutschland mitvorantreiben.“

Machen Sie den nächsten Schritt.

Fördern Sie Innovation mit Microsoft

Sprechen Sie mit einem Experten über personalisierte Lösungen.

Wir helfen Ihnen gerne, eine personalisierte Lösung für Sie zusammenzustellen, die Sie dabei unterstützt, Ihre individuellen Geschäftsziele zu erreichen.

Ergebnisse erzielen mit bewährten Lösungen

Erreichen Sie mehr mit den Produkten und Lösungen, die unsere Kunden bei der Erfüllung ihrer Ziele unterstützt haben.

Microsoft folgen