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18.03.2025

Shopping-Center Pionier ECE implementiert Datawarehouse mit Microsoft Fabric

15 Jahre setzte die ECE Group auf ihr On-Premises-Datawarehouse. Die gewachsenen Strukturen führten zu langen Rechenzeiten. Investitionen in neue Hardware sowie Betrieb und Wartung der Landschaft hatten hohe Aufwände und Kosten zur Folge.

Das neue Datawarehouse auf Basis von Microsoft Fabric kann die erforderliche hohe Anzahl an Datensätzen problemlos verarbeiten und konsolidieren. Der Code zur Umsetzung wurde mithilfe von KI generiert, um manuelle Aufwände zu reduzieren.

Die Nutzerinnen und Nutzer profitieren heute von der enormen Performance der neuen Lösung, die IT hat weniger Aufwand für den Betrieb und die Verwaltung der Infrastruktur und auch andere Teams nutzen die zentrale Plattform für ihre Anwendungsfälle.

ECE Group

“Wir wollten ein Datawarehouse für die nächsten 15 Jahre bauen – und langfristig gesehen ist Microsoft Fabric für uns die richtige Lösung, auch wenn zum Start viele Funktionen noch nicht verfügbar waren. Wir waren eines der ersten Unternehmen, das auf Fabric gesetzt hat.”

Jan Hambach, Teamleiter IT-Analytics, ECE Group Services GmbH & Co. KG

Die Herausforderung: veraltete Infrastruktur erschwert Schritt in Richtung Zukunft

Das Management und die Entwicklung von Immobilien ist das Kerngeschäft des Familienunternehmens ECE Group. Mit der Gründung durch Werner Otto – ebenfalls Gründer des gleichnamigen Versandhauses Otto Group – im Jahr 1965 kamen Shopping-Center erstmals nach Deutschland. Neben der Verwaltung von rund 200 Shopping-Centern in zwölf Ländern entwickelt, realisiert und betreibt das Unternehmen heute Immobilien in allen Assetklassen sowie ganze Stadtquartiere. Die Basis für eine detaillierte Steuerung des Geschäfts sind Daten – zu den Geschäften und den Besucherströmen in den Centern, zu den insgesamt 20.000 Mieterpartnern, zu Umsätzen, Verträgen, Abrechnungen oder Insolvenzen. Rund zwei Terabyte an unkomprimierten Daten verarbeitet ECE jeden Tag. Die Informationsbreite ist hoch und die Datensätze, die aus über 40 Quellsystemen zusammengeführt werden müssen, sind entsprechend breit gefächert.

Wenn man früher beispielsweise wissen wollte, wie viele Flächen in den Shopping-Centern leer stehen, wie viele Sitzplätze in den Gastronomie-Bereichen vorhanden oder wann Wartungen fällig sind, mussten die entsprechenden Daten manuell evaluiert werden. Das dauerte lange und verursachte enorme Kosten. „Deshalb setzen wir seit rund 15 Jahren auf eine digitale Lösung und unser On-Premises-Datawarehouse, um die Daten aus den verschiedenen Systemen zusammenzuführen und unseren Kunden, in der Regel Mietern und Investoren, bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen“, sagt Jan Hambach, Teamleiter IT-Analytics bei ECE Group Services GmbH & Co. KG. Über die Jahre mussten jedoch immer weitere Quellsysteme integriert werden. „Der Datenschatz, den wir laden, verwalten und bearbeiten mussten, wuchs stark an. Anfangs benötigten wir für unsere Berechnungen nur rund drei bis vier Stunden. Am Ende waren es über acht Stunden“, berichtet Jan Hambach. Deshalb erweiterte die IT-Abteilung die alte Welt mit Power BI stückweise zu einer hybriden Lösung: Reportings lagen in der Cloud, die Daten weiterhin on-premises. Die eigenen Rechenzentren waren in die Jahre gekommen und ECE stand vor der Entscheidung: kostenintensiv neue Hardware kaufen oder den Schritt in die Cloud wagen.

„Wir wollten wieder alles an einem einzigen Ort über kurze Wege und schnelle Ladezeiten zusammenbringen“, erklärt Jan Hambach. „Dabei haben wir uns für einen Software-as-a-Service-Ansatz entschieden. So können wir uns zum einen auf die Inhalte konzentrieren, weil der Betrieb der Infrastruktur wegfällt. Zum anderen lassen sich Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz und andere Cloud-Themen leichter einbinden.“

Gemeinsam mit dem langjährigen Partner adesso initiierte ECE eine Vorstudie, um die passende Technologie für dieses Vorhaben zu finden – und entschied sich zunächst für eine andere Lösung. Doch dann kam im Mai 2023 Microsoft Fabric auf den Markt. Jan Hambach und sein Team schwenkten um, unterstützt durch Cloud Solution Architektinnen und Architekten von Microsoft Unified und dem Azure-Cloudmigrations- und -Modernisierungscenter, und gehörten damit zu den First Movern: „Wir wollten ein Datawarehouse für die nächsten 15 Jahre bauen – und langfristig gesehen ist Microsoft Fabric für uns die richtige Lösung, auch wenn zum Start viele Funktionen noch nicht verfügbar waren. Wir waren eines der ersten Unternehmen, das auf Fabric gesetzt hat.“ ECE hatte bereits viele Microsoft Services im Einsatz – die Aussicht darauf, von der Performance, den Funktionen und der Integrationsfähigkeit einer Gesamttechnologie zu profitieren, gab am Ende den Ausschlag. „Auch das Kostenmodell, bei dem wir nur das bezahlen, was wir tatsächlich nutzen, hat uns überzeugt“, sagt Jan Hambach.

Die Lösung: KI hilft bei der Umsetzung und Fabric bei der Performance

Im nächsten Schritt galt es, insgesamt fünf verschiedene Datenblöcke auf die neue Lösung zu migrieren: die Center Management Daten, die Unternehmensdaten, Vertriebsdaten, Prozessdaten und Investitionsdaten. Letzterer ist bereits vollständig in die Cloud migriert, zwei weitere Blöcke folgen bis Frühjahr 2025 und die restlichen beiden bis Sommer 2025. „Im Migrationsprozess haben wir uns bewusst gegen einen Big Bang entschieden. Wir wollten aus den verschiedenen Migrationsschritten lernen und die Erfahrungen direkt auf die nächsten Stufen anwenden“, berichtet Heiko Gronwald, Bereichsleiter Data Platform Solutions bei adesso SE. „Unser Ziel war, dass die Anwenderinnen und Anwender möglichst schnell von der neuen Lösung profitieren und ihre Inhalte aus der Cloud beziehen können.“

“Im Migrationsprozess haben wir uns bewusst gegen einen Big Bang entschieden. Wir wollten aus den verschiedenen Migrationsschritten lernen und die Erfahrungen direkt auf die nächsten Stufen anwenden.”

Heiko Gronwald, Bereichsleiter Data Platform Solutions, adesso SE

Eines wurde während der Umsetzung schnell deutlich: Der Aufwand für den Transfer in die Cloud war enorm. Code musste neu strukturiert und übertragen werden – eine sehr repetitive Aufgabe: „Die Entwicklerinnen und Entwickler kopieren 2.000 Zeilen Code, gehen alles händisch durch und passen die entsprechenden Stellen an“, sagt Jan Hambach. „Diesen manuellen Aufwand wollten wir mithilfe von Azure OpenAI Service minimieren.“ Also programmierte das Team eine Webseite, auf der der Code eingegeben wird. Die künstliche Intelligenz (KI) gibt dann eine kommentierte und übersetzte Version aus, mit der unmittelbar weitergearbeitet werden kann. Der Code ist in Microsoft Fabric direkt lauffähig. „Durch den Einsatz der KI sparen wir bis zu 50 Prozent der Arbeit ein – eine rein manuelle Optimierung des Codes hätte unser Projekt um drei- bis vierhundert Tage verlängert“, erklärt Jan Hambach. „Gleichzeitig erhöht sich durch die automatisierte Verarbeitung die Qualität. Denn beim händischen Übertragen passieren manchmal einfach Fehler.“

Im neuen Datawarehouse auf Basis von Microsoft Fabric werden heute die Rohdaten aus allen Quellsystemen über Azure Data Factory gesammelt und angeliefert. Anschließend werden sie über verschiedene Ebenen aufbereitet, harmonisiert und normalisiert, damit ein einheitliches Format entsteht. Am Ende werden sie je nach Anwendungsfall als Reporting für Mieter, Investoren oder für die Planung des Geschäfts ausgegeben.

„Die ganze Transformation fand ausschließlich im Backend statt. Die Anwenderinnen und Anwender sollten von der Migration nichts mitbekommen“, sagt Heiko Gronwald. „Weil Daten und Reportings in Microsoft Fabric jetzt wieder eng beieinander liegen, profitieren die Userinnen und User von der enormen Performance des Systems. 50-seitige Investoren-Berichte beispielsweise werden heute vollständig mit Daten aus der Cloud generiert. Auch in Spitzenzeiten, wenn viele unterschiedliche Daten verarbeitet werden müssen und viele Reportings anfallen, ist die Lösung zuverlässig“, ergänzt Jan Hambach.

Aktuell passt die IT ihre Betriebs- und Entwicklungsprozesse auf die neuen Gegebenheiten an. „Was wir jetzt schon sehen können, ist, dass die Betriebsaufwände durch den SaaS-Ansatz sinken und dadurch Kapazitäten frei werden für die Kernaufgaben in der Entwicklung“, sagt Hambach.

Ein weiterer Vorteil des neuen Datawarehouse: Die Plattform kann unkompliziert gemeinsam mit und von anderen Teams genutzt und betrieben werden. „Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Marketing beispielsweise haben die Herausforderung, dass sie Daten aus externen Drittsystemen beziehen, die nicht miteinander verbunden sind. Also konsolidieren sie sie ebenfalls in Fabric und reichern sie mit unseren Daten an“, erklärt Jan Hambach. „So erhalten sie Auswertungen zum Besucherverhalten, den Klickzahlen auf unseren Webseiten oder den Besucherströmen vor Ort und können diese Erkenntnisse in die Apps unserer Center einfließen lassen, um das Kauferlebnis der Konsumentinnen und Konsumenten zu verbessern.“

Jan Hambach resümiert: „Die Migration war nicht immer leicht und hat uns viel Zeit gekostet. Aber damit muss man rechnen, wenn man mutig mit einer neuen Lösung am Markt vorangeht. Mit Microsoft Fabric sind wir zukunftssicher aufgestellt – und die Plattform ermöglicht uns auch den Einsatz von neuen Technologien wie KI oder Copilot.“

Als nächstes will sich das Team dem Thema Echtzeit-Daten widmen. „Aktuell lassen sich beispielsweise die Effekte von Werbetafeln in den Shopping-Centern schwer messen“, sagt Hambach. „Künftig können wir prüfen, ob sich der Besucherstrom ändert, wenn wir Werbung für ein bestimmtes Produkt oder Geschäft schalten. Das erleichtert uns die Erfolgskontrolle, erlaubt kurzfristiges Reagieren und schafft ein noch besseres Kauferlebnis.“

“Durch den Einsatz der KI sparen wir bis zu 50 Prozent der Arbeit ein – eine rein manuelle Optimierung des Codes hätte unser Projekt um drei- bis vierhundert Tage verlängert.”

Jan Hambach, Teamleiter IT-Analytics, ECE Group Services GmbH & Co. KG

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