{"id":35300,"date":"2021-03-10T10:12:44","date_gmt":"2021-03-10T08:12:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.microsoft.com\/de-de\/industry\/blog\/?p=35300"},"modified":"2021-03-16T10:17:21","modified_gmt":"2021-03-16T08:17:21","slug":"global-citizen-das-sagen-die-mentorinnen-mentoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.microsoft.com\/de-de\/industry\/blog\/education\/2021\/03\/10\/global-citizen-das-sagen-die-mentorinnen-mentoren\/","title":{"rendered":"Global Citizen: Das sagen die Mentorinnen & Mentoren"},"content":{"rendered":"
\nDie Mentorinnen und Mentoren des Projektes Global Citizen im \u00dcberblick: Valentin, Philipp, Nicky, Nadja und Jeremias (v. l. n. r. und oben nach unten). <\/p>\n
Mit dem Projekt Global Citizen<\/a> begann nicht nur f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein spannendes Experiment. Auch f\u00fcr die Mentorinnen und Mentoren stellt der virtuelle Sch\u00fcleraustausch ein Novum auf ihrem bisherigen Lebensweg dar. In dem kontinent\u00fcbergreifenden Austausch bringen sie ihr Wissen und ihre Kompetenzen in interkultureller Verst\u00e4ndigung ein, wozu unter anderem Diversity Management oder interkultureller Marketingtransfer z\u00e4hlen. Mit ihnen stehen den jungen Lernenden in Brasilien, El Salvador und Deutschland Expertinnen und Experten in puncto interkultureller Kommunikation zur Seite. Schlie\u00dflich setzen sie sich im gleichnamigen Master-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen intensiv mit diesem Wissensfeld auseinander. Das Ansinnen hinter dem Projekt Global Citizen, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in einer m\u00f6glichst selbst gelenkten Art und Weise \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg zusammenzubringen, erfordert nicht nur organisatorisches Geschick, sondern auch ein tiefgehendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr andere Kulturen. Welche Vorurteile und Stereotypen gibt es m\u00f6glicherweise? Und wie gehen wir unvoreingenommen auf die Menschen zu, mit denen wir zusammenarbeiten oder -lernen? Interkulturelle Diversit\u00e4t nimmt man als Sch\u00fcler kaum wahr \u2013 genau deshalb ist dieser Austausch so wichtig. <\/em><\/p><\/blockquote>\n Damit steht er nicht allein. Auch Tutorin Nicky h\u00e4tte sich gew\u00fcnscht, bereits in der Schule mehr dar\u00fcber zu lernen, da es ihr geholfen h\u00e4tte, sich selbst und die Welt schon fr\u00fchzeitig besser zu verstehen. Wir wollen nicht aus dem Projekt gehen und alle einer Meinung sein. Wir wollen lernen, miteinander auszukommen und uns zu verstehen, auch wenn wir nicht einer Meinung sind.<\/em> <\/p><\/blockquote>\n Im weiteren Verlauf, in dem die Mentorinnen und Mentoren als feste Ansprechpersonen zur Verf\u00fcgung standen, spielten die Unterschiede kultureller Art keine herausgehobene Rolle. Die hoch motivierten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bewiesen allseits gro\u00dfen Einsatz. Mehr als kulturelle Eigenheiten waren es vielmehr die Pers\u00f6nlichkeiten an sich, die Unterschiede sp\u00fcrbar werden lie\u00dfen. Unabh\u00e4ngig von der Nationalit\u00e4t beobachteten die Mentorinnen und Mentoren mal sch\u00fcchterne, mal selbstbewusste Heranwachsende. Tutor Jeremias ist daher folgender \u00dcberzeugung:<\/p>\n Das Projekt hat mir klar gezeigt, dass es immer die Pers\u00f6nlichkeiten sind, die den Unterschied machen, nicht das Herkunftsland.<\/em> <\/p><\/blockquote>\n Eine besondere Herausforderung f\u00fcr diesen virtuellen Sch\u00fcleraustausch, in dem sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Gruppen mit komplexen Themen wie \u201ePro-life movements and the right to abortion\u201c oder \u201eFake news & social media\u201c auseinandersetzten, war die Zeitverschiebung. Die sieben Stunden Zeitunterschied bedingten, dass sich die Teilnehmenden \u00fcberwiegend asynchron verst\u00e4ndigten. Das war f\u00fcr manche kein leichtes Unterfangen, was sich jedoch durch das starke Engagement aller ausglich. Was sich ebenso herauskristallisierte, ist, dass das ergebnisorientierte Lernen der \u00fcbliche Modus ist, an den sich alle gew\u00f6hnt haben. Beim Projekt Global Citizen ist es jedoch die Prozesshaftigkeit, die im Vordergrund steht. Die Pr\u00e4sentation am 14. M\u00e4rz 2021 dient etwa nicht dazu, das gew\u00e4hlte Thema gekonnt in Szene zu setzen \u2013 Global Citizen steht vielmehr unter dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Angesichts dieser Erfahrungen scheint f\u00fcr Tutor Valentin und seine Mitstreitenden die Idee eines virtuellen Sch\u00fcleraustauschs mindestens genauso spannend wie die globale Ausrichtung: <\/p>\n Wir k\u00f6nnten Corona nutzen, um klein anzufangen, zum Beispiel mit einem digitalen Austausch innerhalb Deutschlands.<\/em> <\/p><\/blockquote>\n Die Mentorinnen und Mentoren stie\u00dfen n\u00e4mlich auf verbl\u00fcffend unterschiedlich vermittelte Bilder von Deutschland, was am Beispiel einer Hamburger und einer M\u00fcnchener Sch\u00fclerin am deutlichsten wurde. Von den typischen Speisen \u00fcber die traditionelle Mode bis hin zu Mentalit\u00e4ten \u2013 abgesehen vom Hochdeutsch, das beide einen mag, waren die Unterschiede im Verst\u00e4ndnis von deutschen Wesensz\u00fcgen \u00e4hnlich frappierend gro\u00df wie im Vergleich mit El Salvador oder Brasilien. Eine Erkenntnis, die alle teilnehmenden Mentorinnen und Mentoren teilen, ist, dass Jugendliche nicht untersch\u00e4tzt werden sollten. Allein bei der Themenwahl bewiesen Letztere eine ausgepr\u00e4gte Debattenfreudigkeit selbst bei stark umstrittenen Themen. Auch die Mentorinnen und Mentoren selbst lernten in der Zeit, in der sie die jungen Heranwachsenden begleiteten, viel \u00fcber sich selbst. Der Prozess des Lernens beschr\u00e4nkte sich daher nicht nur auf die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Allein ein Perspektivenwechsel kann viele neue Erkenntnisse schaffen, was die Studierenden sehr zu sch\u00e4tzen wissen. Unser Schul- und Universit\u00e4tssystem hat mir so viel gegeben und ich bin froh, dass ich nun etwas davon zur\u00fcckgeben kann.<\/em> <\/p><\/blockquote>\n F\u00fcr die Studierenden, die den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zur Seite standen, war es eine bereichernde Erfahrung. F\u00fcr Nadja war der holprige Start in die Digitalisierung ein Grund mehr, mit dem eigenen Engagement einen Beitrag zur fortw\u00e4hrenden Verbesserung interkultureller wie digitaler Kommunikation zu leisten. Das Potenzial, das in der Verkn\u00fcpfung von digitalen Tools und gemeinsamem Arbeiten und Lernen liegt, sei, wie sie selbst erfahren durften, sehr hoch. Last, but not least: Ihre Teilnahme an Global Citizen stimmt sie zuversichtlich, dass wir von der jetzigen Jugend viel Gutes erwarten k\u00f6nnen! <\/p>\n Unser\u00a0Microsoft Education Newsletter\u00a0<\/strong>bringt Ihnen regelm\u00e4\u00dfig die wichtigsten Neuerungen aus Bildung und Forschung direkt in Ihr Postfach.\u00a0Melden Sie sich jetzt hier an<\/a><\/strong> und verpassen Sie keine News mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Wie blicken die Mentorinnen und Mentoren auf Global Citizen? Erfahren Sie hier mehr \u00fcber das erste sch\u00fclerzentrierte Projekt f\u00fcr interkulturellen Austausch!<\/p>\n","protected":false},"author":127,"featured_media":35303,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ep_exclude_from_search":false,"_classifai_error":"","_classifai_text_to_speech_error":"","footnotes":""},"categories":[328],"post_tag":[403,415,562,436,391],"content-type":[226],"coauthors":[337],"class_list":["post-35300","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-education","tag-digitale-bildung","tag-digitale-schule","tag-digitales-lernen","tag-schule","tag-schulprojekt","content-type-veranstaltung"],"yoast_head":"\n
\nIm Folgenden schauen wir uns den Global Citizen-Austausch aus dem Blickwinkel der Mentorinnen und Mentoren Nadja, Nicky, Jeremias, Philipp und Valentin an. <\/p>\nInterkulturelle Diversit\u00e4t als Basis f\u00fcr Austauschformate jeglicher Art<\/h2>\n
\nPhilipp, einer der Mentoren, betont, wie bedeutsam solch ein fr\u00fcher Austausch f\u00fcr den bewussten Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ist:<\/p>\n
\nUm die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Projekt Global Citizen f\u00fcr die Besonderheiten interkultureller Kommunikation zu sensibilisieren, gaben ihnen die Mentorinnen und Mentoren auf der Kick-off-Veranstaltung im Januar 2021 direkt zu Beginn Einblicke und Impulse dazu, was Kultur ist, wie ein Kulturbegriff lauten k\u00f6nne und was Vorurteile sind. Auch die Frage, wie sich Wertsch\u00e4tzung aufrechterhalten l\u00e4sst, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist, wurde thematisiert. Denn Konsens sei laut der Mentorinnen und Mentoren nicht immer der goldene Weg. So stellt Tutorin Nicky klar: <\/p>\nSch\u00fcleraustausch \u00fcber den Atlantik hinweg: Herausforderungen und Chancen<\/h2>\n
\nTrotzdem die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus El Salvador, Brasilien und Deutschland Hard- wie Software gut im Griff hatten, fiel auf, dass sie Schwierigkeiten mit der mangelnden Struktur innerhalb der Gruppen hatten. Wie Tutor Jeremias verdeutlichte, war das Bed\u00fcrfnis nach Orientierung, um sich ein Thema zu erschlie\u00dfen, sehr gro\u00df. Nicht zuletzt waren die Anforderungen f\u00fcr die jungen Mensch ambitioniert gesteckt: <\/p>\n\n
\nInsofern hat dieses Projekt den begleitenden Studierenden deutlich gemacht, dass es ein Umdenken in den Bildungssystemen bedarf, wenn man die kreativen und motivierten K\u00f6pfe f\u00fcr das Berufsleben von morgen fit machen m\u00f6chte.<\/p>\nGlobal Citizen German Edition?: Warum auch hierzulande ein Austausch lohnt<\/h2>\n
\nValentin, der betont, wie essenziell die Verbindungen zwischen Menschen seien, sieht viele Vorteile, wenn man ein Format wie Global Citizen auch hierzulande etablieren w\u00fcrde: So lie\u00dfen sich im Zuge der Digitalisierung, die durch Corona einen massiven Schub erfuhr, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus Ost wie West, Nord wie S\u00fcd zusammenzubringen, um auch inl\u00e4ndisch fr\u00fchzeitig stereotype Bilder und Vorurteile abzubauen. Dar\u00fcber hinaus sei das Format ideal, um langfristigen Kontakt mit anderen aufzubauen und sich auch auf sp\u00e4tere Situationen dieser Art vorzubereiten . <\/p>\nGro\u00dfes Potenzial f\u00fcr schulische Bildung mit digitalen Tools<\/h2>\n
\nJeremias ist zugleich dankbar f\u00fcr die Gelegenheit, die ihm der virtuelle Sch\u00fcleraustausch bot: <\/p>\n
\nIn den n\u00e4chsten Beitr\u00e4gen werden wir die Perspektiven der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie der Lehrkr\u00e4fte auf das Projekt Global Citizen beleuchten. Wir sind gespannt \u2013 seien auch Sie dann gern wieder dabei!<\/p>\n