
Nachhaltigkeit
Die Chancen nachhaltiger Software-Entwicklung
Der Anteil digitaler Technologien am weltweiten Energieverbrauch steigt kontinuierlich. Der CO₂-Fußabdruck digitaler Technologien spielt deshalb auch in Fragen des Klima- und Umweltschutzes eine zunehmend wichtige Rolle.
Wir sind überzeugt, dass moderne Technologien wie Cloud-Computing und Künstliche Intelligenz ein Schlüssel dazu sind, Klima und Umwelt zu schützen, Ressourcen in Unternehmen effizienter zu nutzen und eine nachhaltige Zukunft für uns alle zu sichern.
Die 8 Prinzipien nachhaltiger Software-Entwicklung
Nichts geschieht isoliert, alles ist miteinander verbunden. Kleine Schritte, an vielen Orten, führen zu großen Veränderungen. Als nachhaltige Software Developer gibt es immer etwas, das wir tun können, um Veränderung zu bewirken. Und das ganz unabhängig von Anwendungsbereich, Branche, Rolle oder Technologie.
Nachhaltige Software-Entwicklung findet statt an der Schnittstelle von Klimawissenschaft, Software, Hardware, Strommärkten und der Gestaltung von Rechenzentren.
Doch welche Kernkompetenzen sind notwendig, um nachhaltige Softwareanwendungen zu definieren, zu erstellen und zu betreiben? Wie kannst du als Sustainable Software Engineer (SSE) Entscheidungen treffen, die einen bedeutenden Einfluss auf die Kohlenstoffbelastung deiner Anwendungen haben?
Dafür gibt es acht Prinzipien des Sustainable Software Engineering. Ziel dieser Prinzipien ist es, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen, was nachhaltige Software-Entwicklung bedeutet:
CO₂
Wir entwickeln Anwendungen, die kohlenstoffeffizient sind: Wir versuchen alles mögliche, um die Menge an CO₂-Ausstoß zu reduzieren und gleichzeitig den größtmöglichen Nutzen aus jedem Gramm Kohlenstoff zu ziehen, den wir verursachen.
Elektrizität
Jede Software verbraucht bei ihrer Ausführung Strom – und die Energieversorgung gehört mit zu den größten Verursachern von CO₂-Ausstoß. Daher entwickeln wir Anwendungen, die energieeffizient sind und reduzieren damit den Stromverbrauch und die daraus resultierenden Kohlenstoffemissionen.
Netzwerk-Effizienz
Alle Daten, die wir senden oder empfangen, verursachen Kohlenstoffemissionen. Daher ist es unser Ziel, die Datenmengen sowie die Entfernung, die diese Daten zurücklegen, zu reduzieren.
Gestaltung der Nachfrage
Bei der Nachfragegestaltung passen wir unsere Nachfrage an das bestehende Angebot an. Für uns als Softwareingenieure, die Nachhaltigkeit als eines der Ziele haben, bedeutet CO₂-Effizienz, dass wir bei hoher CO₂-Intensität in Erwägung ziehen, Rechenleistung zu streichen, anstatt sie zu verlagern, und damit die Anforderungen an unsere Anwendung reduzieren.
Kohlenstoffintensität
Die Kohlenstoffintensität von Strom ist ein Maß dafür, wie viele Kohlenstoffemissionen pro verbrauchter Kilowattstunde Strom entstehen, sie ist abhängig von der Quelle und kann je nach Standort und (Uhr)zeit variieren.
Unser Ziel ist der Verbrauch von Strom mit möglichst geringer Kohlenstoffintensität. Das gelingt durch das Einsparen von Strom sowie der Entscheidung, wann (und mit welchem Strom) wir besonders stromintensive Anwendungen nutzen.
Energy proportionality
Beim Ziel, die Energieeffizienz von Hardware zu maximieren, spielt auch die Energie-Proportionalität eine wichtige Rolle: Sie ist ein Maß für das Verhältnis zwischen der in einem Computersystem verbrauchten Energie und der Rate, mit der nützliche Arbeit verrichtet wird (= Auslastung). Wenn der Gesamtstromverbrauch proportional zur Auslastung des Computers ist, spricht man von einem energieproportionalen System.
Optimierung
Nachhaltigkeit erreichen wir nicht mit einer einzigen, großen Optimierung, sondern mit unzähligen kleinen. Wir müssen das große Ganze im Blick behalten – und dabei Schritt für Schritt vorangehen. Es ist wichtig, dass wir den erforderlichen Aufwand gegen die potenziellen Vorteile abwägen und die Messkriterien identifizieren, die uns klare Signale liefern, wo wir unsere Optimierungsbemühungen am besten ansetzen können, um die gesamte CO₂-Effizienz zu erhöhen.
Embodied Carbon („Graue Energie“)
Embodied Carbon bezeichnet die Treibhausgasemissionen, die bei der Herstellung und Entsorgung eines Geräts entsteht. Bei der Berechnung der CO₂-Bilanz der Rechner, auf denen unsere Softwaren läuft, müssen wir also sowohl die Belastung für den Betrieb des Computers als auch den Carbon Footprint des Computers berücksichtigen.
Als nachhaltige Software Developer müssen wir also hardwareeffizient sein, wenn wir kohlenstoffeffizient sein wollen – d.h. wir wollen, dass Hardware möglichst lange genutzt wird. Das erreichen wir unter anderem, indem wir uns auf die Entwicklung von Anwendungen konzentrieren, die auf älterer Hardware laufen können.
In der Lerneinheit "Die Prinzipien nachhaltiger Softwareentwicklung" findest du zu jedem der Prinzipien eine grundlegende Einführung sowie weitere hilfreiche Infos.
Für einen schnelleren Weg zu mehr Nachhaltigkeit: Microsoft Cloud for Sustainability
Der Weg in die CO₂-Neutralität kann herausfordernd sein. Um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verwalten, Nachhaltigkeit in die Organisation und Wertschöpfungskette einzubetten und sich immer wieder der erforderlichen Transformation zu stellen, benötigt es Transparenz, Überblick gleichermaßen wie Einblicke sowie die richtigen Erkenntnisse.
Dafür haben wir die Microsoft Cloud for Sustainability: Damit können Unternehmen Nachhaltigkeitsfortschritte und Geschäftswachstum beschleunigen, indem sie Umwelt-, Sozial- und Governance-Funktionen (ESG) in das gesamte Microsoft Cloud-Portfolio und Lösungen aus unserem globalen Partner-Ökosystem vereinen.

Daten-Intelligence bündeln
Verschaffe dir den nötigen Überblick, um die Nachhaltigkeitsdokumentation in deinem Unternehmen zu verbessern und die Transformation voranzutreiben.

Nachhaltige IT-Infrastruktur aufbauen
Identifiziere Möglichkeiten, deine Tools, Systeme und Aktivitäten durch effizientere Alternativen zu ersetzen.

Negative Umweltauswirkungen des Betriebs reduzieren
Verfolge und minimiere den ökologischen Fußabdruck deiner Betriebssysteme und -prozesse.

Nachhaltige Wertschöpfungsketten schaffen
Stärke das Verantwortungsbewusstsein in der gesamten Wertschöpfungskette, von der Materialbeschaffung bis zum Vertrieb der Produkte.
Nachhaltigkeit bei Microsoft
Bei uns steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt unseres Geschäfts, und das seit mehr als einem Jahrzehnt – von der Optimierung unserer eigenen Betriebsabläufe bis hin zum Aufbau einer Community von Kunden und Partnern, die gemeinsam lernen und zusammenarbeiten, um ihre Nachhaltigkeitsambitionen voranzutreiben.
Durch Zusammenarbeit, die Bereitstellung dedizierter Nachhaltigkeitslösungen und Investitionen in Klimagerechtigkeit und Innovation setzen wir uns dafür ein, die Transformation voranzutreiben, um die Welt aufzubauen, die jeder Mensch und jede Organisation auf dem Planeten braucht, um erfolgreich zu sein.
Wir verfolgen zudem das anspruchsvolle Ziel, ab 2030 mehr CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen als zu produzieren und unterstützen auch Kunden und Partner, ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern.
Mehr über unser Engagement für eine nachhaltigere Zukunft findest du auf der Webseite zu den Nachhaltigkeitszielen von Microsoft.

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“Jeder von uns muss sich verpflichten, mehr zu tun, damit wir gemeinsam mehr erreichen können.”
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